Es wurden im Jahr 2009 in der Scheiderei und Gekrätzveraschung Abluftmessungen durchgeführt.
Scheiderei:
Es wurden folgende Parameter gemessen:
Cyanwasserstoff, Chlor, Gesamtstaub, Ammoniak, Ameisensäure, Formaldehyd, Stickoxide, Schwefeloxide
Eine Überschreitung der Grenzwertkonzentration konnte bei dem Parameter Chlor festgestellt werden.
Da jedoch die Messanalytik für diesen Parameter bei gleichzeitiger Präsenz von Stickoxiden entscheidend beeinflusst wird und zu einem Mehrbefund führt, ist letztendlich nicht eindeutig geklärt, ob es sich hierbei um eine tatsächliche Grenzwertüberschreitung handelt.
Gekrätzveraschung:
Es wurden folgende Parameter gemessen:
Quecksilber, Dioxine, Gesamtstaub, Gesamt-C, Schwefeldioxid, Chlorwasserstoff, Kohlenmonoxid und Stickoxide, Benzo[a]pyren
Eine Überschreitung der Grenzwertkonzentration konnte bei den Parametern Stickoxide und Chlorwasserstoff festgestellt werden.
Es ist angedacht, dass die Chargengröße des Einsatzgutes, welches die Stickoxidemissionen maßgeblich bewirkt, zu reduzieren. Sofern sich das Messergebnis bei der nächsten Messung in 2010 wiederholen sollte.
Sollte sich die Überschreitung des Grenzwertes für Chlorwasserstoff bei der nächsten Messung in 2010 bestätigen, so wird die Zugabe an Adsorbens in den Abluftstrom erhöht.
Eine Gefährdung der Umwelt ist bis dahin auszuschließen, da die Überschreitungen nur ca 10% über den Grenzwerten liegen.
Sonstiges:
Seit der zweiten Hälfte von 2006 werden die Parameter Kohlenmonooxid und Sauerstoff in der gereinigten Abluft der Gekrätzveraschung gemessen und dokumentiert.
Hierbei wurde der Grenzwert für Kohlenmonooxid im Jahr 2009 zu 99% eingehalten.
Des Weiteren wird seit 2005 in der Schmelze die Staubkonzentration in der Abluft kontinuierlich gemessen und dokumentiert.
Hierbei wurde der Grenzwert für Staub im Jahr 2009 zu 100% eingehalten.